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15.02.2019 / Feuilleton / Seite 11

Marke müdes Spätwerk

Der Altmeister versteht die Jugend nicht mehr: André Téchinés »Abschied von der Nacht« im Wettbewerb (außer Konkurrenz)

Maximilian Schäffer

Im Wettbewerb der Berlinale vor drei Jahren bewies Regieveteran André Téchiné in seinem Jugenddrama »Mit siebzehn« eine besondere Vorliebe für Urlaubsprospekte. Damals drehte er in den Pyrenäen, nahe dem historischen Ski- und Badeort Luchon, wo man in der einzigen Natursauna Europas bei 45 Grad Hitze im Berg schwitzen kann. Das gefiel schon Bismarck, der in den grünen Auen dort auch gerne wanderte.

Sein neues Werk »Abschied von der Nacht« inszeniert der 75jährige Filmemacher wieder in den possierlichen Landschaften von Frankreichs Südwesten. Muriel, gespielt von Catherine Deneuve, betreibt einen Pferdehof mit Reitschule im malerischen Okzitanien. Zu Besuch kommt ihr Enkel Alex (Kacey Mottet Klein), angeblich steht er kurz vor einer Selbstfindungsreise nach Kanada. Was Muriel nicht weiß: Es geht dem jungen Mann aus dem europäischen Mittelstand durchaus um einen Tapetenwechsel, er will allerdings in den Nahen Osten. Sein Reiseziel heißt Syrien, das Programm...

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