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15.02.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Das Komplott

Vor zwanzig Jahren wurde der Vorsitzende der Arbeiterpartei Kurdistans, Abdullah Öcalan, gefangengenommen

Nick Brauns

Für viele Kurden gilt der 15. Februar als schwarzer Tag: An diesem Tag vor zwanzig Jahren geriet der Vorsitzende der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Abdullah Öcalan, in türkische Gefangenschaft. Das »internationale Komplott« – wie die PKK den Coup gegen ihren Vorsitzenden nennt – begann am 1. November 1998 mit einer ultimativen Kriegsdrohung des türkischen Staatspräsidenten Süleyman Demirel gegen Syrien, sollte das Land dem dort seit 1980 im Exil lebenden Öcalan weiterhin Schutz gewähren. Während türkische Panzer an der Grenze auffuhren, verliehen US-Kriegsschiffe im Mittelmeer der Drohung des NATO-Partners Nachdruck. Unterstützt wusste sich Ankara zudem von Israel, mit dem seit 1996 eine enge Militärpartnerschaft bestand. Der syrische Präsident Hafis Al-Assad konnte diesem Druck nicht standhalten und forderte Öcalan auf, das Land zu verlassen. Am 9. Oktober 1998 verließ der PKK-Vorsitzende Syrien nach 19jährigem Aufenthalt mit einem Flugzeug in Richtung...

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