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14.02.2019 / Feuilleton / Seite 11

Der Beamer und die Muezzins

Vielleicht ist Kino doch unsterblich: »Talking about Trees« aus dem Sudan, der vielleicht beste Film der Berlinale

Grit Lemke

So ein Film ist ja auch nur ein Mensch. Manche kann man nicht leiden, andern nähert man sich vorsichtig. Und es gibt die, in die man sich einfach verliebt. So einer ist »Talking about Trees« des sudanesischen Regisseurs Suhaib Gasmelbari. Ein Dokumentarfilm aus dem Sudan über den Tod, den Versuch einer Wiederbelebung und möglicherweise die Unsterblichkeit des Kinos. Dass der Film von einem Land erzählt, dessen Regisseure man nicht kennt und seine Vorführung keinen Roter-Teppich-Effekt verspricht, ist vielleicht auch der Grund dafür, dass der vermutlich beste Film der Berlinale nicht im Wettbewerb, sondern eher versteckt in der Sektion Panorama läuft.

Ibrahim, Manar, Suleiman und Altayeb sind alte Männer, die sich einen aberwitzig anmutenden Traum erfüllen wollen. In den 60ern und 70ern haben sie Film studiert, alle im Ausland, einer in Moskau und einer in Babelsberg. Jeder von ihnen hat ein beträchtliches Oeuvre teils international preisgekrönter Werke vo...

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