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14.02.2019 / Inland / Seite 5

Unterstützung weggekürzt

Immer mehr Kinder erhalten Unterhaltsvorschuss. Die Hälfte hat davon aber nichts, weil Jobcenter jeden Cent mit Hartz IV verrechnen

Susan Bonath

Ist Wahlkampf angesagt, blinkt die SPD regelmäßig links. Seit Jahren mimt sie in der Koalition mit CDU und CSU dann die Armutsbekämpferin. Einiges kam dabei heraus. Problem: Die Ärmsten gingen immer wieder leer aus. So war es auch bei ihrem Vorstoß beim Unterhaltsvorschuss, den Jugendämter bei ausbleibendem Kindesunterhalt vom anderen Elternteil auf Antrag gewähren. Seit Sommer 2017 gibt es die Leistung unbefristet bis zur Volljährigkeit des Nachwuchses. Zuvor zahlte sie der Staat für maximal sechs Jahre und bis zum zwölften Geburtstag. Doch Kinder gelten als »Vermittlungshemmnis«, rund 40 Prozent der Alleinerziehenden benötigen Hartz IV. Für sie hat sich finanziell nichts geändert. Denn der Vorschuss wird, wie das Kindergeld, komplett auf die Hartz-IV-Leistungen der gesamten Familie angerechnet. Knapp 364.000 Haushalte waren 2018 betroffen, 100.000 mehr als vor der Neujustierung. Das geht aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung an die Abgeordnete...

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