Der Schwarze Kanal
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14.02.2019 / Inland / Seite 2

»Angezeigt wird nur ein geringer Teil der Angriffe«

Rechte Gewalt in Thüringen: Neonazi kommt nach Randale in Saalfeld glimpflich davon. Ein Gespräch mit Franziska Schestak-Haase

Henning von Stoltzenberg

Vor kurzem wurde ein Neonazi nach einer Randale in einem Jugendzentrum im thüringischen Saalfeld zu 30 Tagessätzen à 35 Euro verurteilt. Sie kritisieren, die Tat sei vor Gericht entpolitisiert worden, und sprechen von einer rechten Angriffsserie. Was genau ist passiert?

Im April 2016 drang der Neonazi Steven H. mit dem ebenso stadtbekannten Neonazi Maximilian W. in das Jugend- und Stadtteilzentrum in Saalfeld-Gorndorf ein. Dort randalierten sie und entwendeten laut Anklage mehrere Gegenstände. Vorausgegangen waren Bedrohungen gegen einen im Zentrum angestellten Sozialarbeiter, der sich beim Bündnis »Zivilcourage und Menschenrechte« im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, kurz »Zumsaru«, engagiert. Der Bedrohte schloss sich zum Tatzeitpunkt aus Angst in seinem Büro in der ersten Etage ein.

Im Verfahren vor dem Amtsgericht Saalfeld musste sich nur Steven H. verantworten, das Verfahren gegen den zweiten Beschuldigten wurde abgetrennt und später eingestellt. Der Vo...

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