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13.02.2019 / Ausland / Seite 7

Kein Ort für Helden

Opfer der EU-Abschottung: An der Grenze zu Kroatien kämpfen Hunderte Menschen ums Überleben. Freiwillige versuchen zu helfen

Kai-Bernd Gareseé

Mit einem ernüchternden Satz beschreiben Freiwillige in der bosnischen Grenzstadt Velika Kladusa am Übergang zum EU-Mitgliedsstaat Kroatien die Lage: »Auf die Frage ›Habt ihr eine Zukunft für mich‹ bleibt leider nur zu sagen: ›Nein, aber magst du eine Zigarette?‹« Allein in dieser Kleinstadt am nordwestlichsten Punkt Bosniens mit ihren 40.000 Einwohnern leben über 1.000 »Menschen auf der Reise« (englisch: »people on the move«), im ganzen Kanton Una-Sana werden es mindestens 4.000 sein. Sie warten auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen und dort Asyl zu beantragen.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat ein leerstehendes Fabrikgebäude des Fensterherstellers Miral als Lager hergerichtet. Die dort Lebenden klagen über die hygienischen Zustände: kein warmes Essen, keine Möglichkeit Wäsche zu waschen – und Kleidung ist Mangelware. Ohne schriftliche Genehmigung der IOM in Sarajevo darf man das Camp nicht betreten. Spricht man das Personal a...

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