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11.02.2019 / Ansichten / Seite 8

Unter Rivalen

US-Botschafter warnt vor Iran-Geschäften

Jörg Kronauer

Der Mann für’s Grobe hat wieder zugeschlagen. Was er von »Instex« halte, dem neuen, am 31. Januar offiziell gegründeten Finanzierungsinstrument zur Abwicklung des Handels mit Iran: Das hatte Springers Welt am Sonntag Richard Grenell gefragt, den US-Botschafter in Deutschland. Instex soll wie eine Art Tauschbörse funktionieren und die Abwicklung von Zahlungen ohne Banken ermöglichen, um das Iran-Geschäft aufrechtzuerhalten, denn die Banken fassen aus Furcht vor US-Sanktionen alles, was auch nur im Entferntesten mit Iran zu tun hat, nicht einmal mehr mit der Kneifzange an. Von Instex halte er überhaupt nichts, teilte Grenell wenig überraschend mit: Das gesamte Projekt zeuge von blanker »Missachtung« der US-Politik. Der Subtext, den der US-Botschafter nicht aussprechen musste, da er ohnehin unüberhörbar war: Die US-Politik zu »missachten«, das steht den Verbündeten in Europa nicht an.

Grenell hat ins Schwarze getroffen. Das Berliner Politestablishment, das e...

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