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11.02.2019 / Ausland / Seite 8

»Regime hat soziale Basis größtenteils verloren«

40 Jahre Sturz des Schahs durch iranische Revolution. Mehr soziale Proteste gegen Armut. Gespräch mit Mohammad Omidvar

Ina Sembdner

Westliche Medien bezeichnen die Revolution von 1979 meist als islamische. Trifft das ihren Kern?

Sie ist als nationale, demokratische Revolution ein klassisches Beispiel für eine soziale Massenrevolution unter den speziellen Umständen eines erstarkenden Kapitalismus. Zugleich wuchs die Arbeiterklasse durch die Migration vieler Menschen vom Land in die Städte. Das gab ihr ein wichtiges soziales Gewicht innerhalb unserer gesellschaftlichen Klassenstruktur. Sozioökonomische Krisen, Klassengegensätze sowie die despotische Herrschaft eines prowestlichen und korrupten Regimes mobilisierten Millionen von Arbeitern, Bauern und Bürgern gegen das Schah-Regime.

Nach dem Sturz des Schahs beurteilte die Tudeh-Partei des Iran die islamischen Kräfte als revolutionär und potentiell fortschrittlich. Worauf gründete diese Einschätzung?

Mit dem Ende der Herrschaft des Schahs war die politische Phase erfolgreich beendet. Um Erfolg zu haben, mussten wir uns in die soziale Pha...

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