Gegründet 1947 Mittwoch, 17. Juli 2019, Nr. 163
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09.02.2019 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

»Einer von seinen Leuten« oder Neuigkeiten aus der Vergangenheit

Was war nochmal marxistische Ästhetik? Zu Peter Hacks und Georg Lukács

Kristin Bönicke

Anfang November fand in Berlin die elfte wissenschaftliche Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft statt. Wir dokumentieren im folgenden den leicht gekürzten Vortrag von Kristin Bönicke. (jW)

I

In seinem Essay »Ascher gegen Jahn« stellt Peter Hacks den Gelehrten Saul Ascher als »eine[n] von seinen Leuten« im Kampf gegen das Phänomen vor, das Hacks die Romantik nennt1. Wären die Zeitumstände etwas andere gewesen und hätte Hacks statt der politischen Kämpfe des 19. Jahrhunderts die des 20. rekonstruieren wollen, hätte er den Essay auch über Georg Lukács schreiben können. In den ersten Jahren der DDR vielfach gelesen, wurde die Rezeption von Lukács’ Werk später durch dessen Tätigkeit als Kulturminister der Regierung Imre Nagy 1956 in Ungarn erschwert.

Heute gilt Lukács vielen als Kritischer Theoretiker, Revisionist, Vertreter der Neuen Linken oder ähnliches, was sicherlich ...

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