07.02.2003 / Thema / Seite 10

Putzkauer Bürger-GmbH

Die Privatisierung von Dienstleistungen. Privatisierer verfälschen den Bedarf, leben von Subventionen und würgen Genossenschaftslösungen ab. Fallbeispiele aus der Wasserwirtschaft Sachsens (Teil II und Schluß)

Werner Rügemer

Wie einseitig und kapitallastig der vorherrschende Begriff der Privatisierung ist, erweist sich an privatrechtlichen Formen, die ganz anderer Art sind. Da ist erstens die Bürger-GmbH. Sie wird von den Privatisierungsaposteln nicht gerne gesehen.

Am 17. Januar 2002 haben 96 Einwohner von Putzkau die »Putzkauer Bürgervereinigung e.V.« gegründet. Der Verein hat sich folgende Ziele gesetzt: Aktive Mitwirkung der Bürger bei der Erarbeitung der technischen Lösung für die Abwasserreinigung, Vorbereitung einer gerechten Lösung, bei der die Anschlußkosten nicht nach dem Flächenmaßstab des sächsischen Kommunalabgabengesetzes berechnet werden, Gestaltung eines finanziell attraktiven, ökologischen und lebenswerten Dorfes.

Alle bisherigen Erfahrungen haben den Putzkauern deutlich gemacht: Die übliche zentrale Kläranlage würde den finanziellen Ruin bedeuten. Putzkau ist ein Straßendorf von etwa sieben Kilometern Länge mit 725 Grundstücken und 1 900 Einwohnern. In den...



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