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09.02.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Geldtopf als Lockmittel

Euro-Gruppe will am Montag Budget für Anpassungsmaßnahmen der Defizitländer beschließen

Steffen Stierle

Wenn am Montag die Euro-Gruppe zu ihrer monatlichen Sitzung zusammenkommt, geht es einmal mehr um die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU). Doch eines ist sicher: Auch in seinem zwanzigsten Jahr ist der Euro alles andere als krisenfest.

Zwar herrscht an der Oberfläche nach zehn turbulenten Jahren endlich Ruhe, seit mit Griechenland im August 2018 der letzte Mitgliedsstaat unter dem Rettungsschirm hervorgekrochen ist, doch es besteht große Einigkeit darüber, dass der Euro weiterhin anfällig ist. Gefahrenherde sind etwa die faulen Kredite im italienischen Finanzsektor sowie die weiterhin chronisch unsausgeglichenen Handelsbilanzen und die damit verbundenen Schuldenberge der Defizitländer. Das drastische Absenken der Wachstumsprognosen in den letzten Wochen trägt ebenfalls zur Verunsicherung bei.

Entsprechend werden führende EU-Politiker nicht müde anzumahnen, dass die gegenwärtige Ruhe genutzt werden müsse, um die WWU zu reformieren und so langfr...

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