Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Sa. / So., 25. / 26. Mai 2019, Nr. 120
Die junge Welt wird von 2189 GenossInnen herausgegeben
09.02.2019 / Ausland / Seite 8

»Rojava erlebt Krise durch die Wasserpolitik der Türkei«

Staudämme als politische Waffe: Kurdische Bewegung kämpft mit Versorgungsengpässen. Ein Gespräch mit Ercan Ayboga

Christof Mackinger

Seit Jahren beschäftigen Sie sich mit dem Konflikt um Wasser zwischen der Türkei und Kurdistan. Wie kam es dazu?

Im Jahr 2000 habe ich begonnen, mich gegen den Ilisu-Staudamm im Südosten der Türkei bzw. in Nordkurdistan zu engagieren. Aktiv bin ich in der »Initiative zur Rettung von Hasankeyf«. Hasankeyf ist ein 12.000 Jahre alter Ort am Tigris und soll durch den Staudamm überflutet werden. Von diesem Damm profitieren nur ein paar Unternehmen und die türkische Regierung. Im Zuge dessen fing ich an, mich allgemein gegen Talsperren einzusetzen. 2009 habe ich in Istanbul ein alternatives internationales Wasserforum mitorganisiert. Seit 2012 bin ich Teil der »Ökologiebewegung Mesopotamiens«, einem breiten Bündnis von Ökoaktivisten in Nordkurdistan.

Was ist die politische Dimension im Wasserkonflikt in der Region?

Die Türkei setzt vermehrt auf den Bau von Talsperren und Wasserkraftwerken. Dadurch werden Hunderttausende Menschen vertrieben. Es werden Gebiete üb...

Artikel-Länge: 3895 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €