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09.02.2019 / Inland / Seite 5

Deckmantel für Pharmalobby

Arzneimittelbranche gibt Millionen Euro für Weiterbildungen von Ärzten aus. Nun kehrt der Marktführer Deutschland den Rücken

Ralf Wurzbacher

Omniamed, einer der führenden Anbieter medizinischer Fortbildungen, zieht sich vom deutschen Mark zurück. Das Unternehmen stand seit längerem wegen seiner Nähe zur pharmazeutischen Industrie in der Kritik und wurde dafür im vergangenen Herbst durch die Landesärztekammer Baden-Württemberg mit dem Entzug der sogenannten CME-Zertifizierung abgestraft. Das Kürzel steht für »Continuing Medical Education«, und das System dahinter gilt als Garant zur Sicherung der Qualität im Gesundheitssystem. Mit dem Erwerb von CME-Punkten müssen Ärzte den Nachweis erbringen, fachlich auf der Höhe der Zeit zu sein. Im Vorjahr hatte die Organisation »Mein Essen zahl’ ich selbst – Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte« (MEZIS) aufgedeckt, dass Omniamed-Tagungen vor allem als Werbeplattformen für Arzneimittel und ihre Hersteller dienen (jW berichtete).

Wie das Handelsblatt am Mittwoch schrieb, ist der Rückzug aus Deutschland dann auch eine Reaktion auf das hierzulande in...

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