Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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08.02.2019 / Inland / Seite 4

Spiel auf Zeit endet in Justizfarce

Teilweise eingestellter Loveparade-Prozess auf Sand gebautBernhardt

Markus Bernhardt

In einem Strafprozess darf es niemals um Rache gehen, so schwer das für die Opfer sein mag. Die vordringliche Aufgabe besteht in der Aufklärung der Tat und Feststellung einer möglichen – vor allem individuellen – Schuld eines Angeklagten. Kollektivhaftung darf es in der Bundesrepublik nicht geben. Trotzdem wirft der Prozess um die Loveparade-Katastrophe von Duisburg eine Reihe von Fragen auf.

21 Menschen waren am 24. Juli 2010 in der Ruhrgebietsstadt aufgrund einer Massenpanik zu Tode gekommen. Mehr als 650 Personen wurden teils schwer verletzt. Die Bilder der eingequetschten und der panisch Flüchtenden gingen um die Welt. Veranstalter, Polizei, Stadtverwaltung und etablierte Politik – sie alle wiesen jegliche Verantwortung von sich. Dass es überhaupt noch zu einem juristischen Aufklärungsversuch kommen würde, galt lange Zeit als ungewiss. Das Duisburger Landgericht hatte noch im April 2016 die Eröffnung eines Hauptverfahrens abgelehnt. Erst als Nebenk...

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