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08.02.2019 / Inland / Seite 2

»Geflüchtete werden psychisch fertiggemacht«

Sechs Monate »Anker-Zentren«: Massenunterkünfte belasten Bewohner. Auch Preiswucher an der Tagesordnung. Ein Gespräch mit Alexander Thal

Gitta Düperthal

Nach Kritik des Bayerischen Flüchtlingsrats hat der Nürnberger Stadtrat vergangene Woche eine Gebührensatzung für städtische Asylunterkünfte beschlossen. Um was geht es, und was hat das für Folgen?

Es war eine besondere Frechheit: Geflüchteten wurden bis vor kurzem zwischen 850 und 900 Euro pro Monat für ein Bett in einer Unterkunft abverlangt. Die Stadt Nürnberg hatte alle Kosten auf die Bewohner umgelegt: Sicherheitsdienst, Beratungskosten der Wohlfahrtverbände und weiteres. Das geschah ohne jegliche rechtliche Grundlage. Die Geflüchteten erhielten weder Beherbergungs- noch Mietvertrag, nicht mal eine Rechnung. Der Betrag sei zu zahlen, hieß es lapidar. Dagegen setzten sich Betroffene zur Wehr. Selbst nach Protesten des Flüchtlingsrats gab die Stadt zunächst nicht nach. Erst nachdem das Sozialamt mit Schreiben vom 20. Dezember 2018 eine entsprechende Beschlussvorlage an den Sozialausschuss des Stadtrats verwiesen hatte und das Sozialministerium eingesch...

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