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07.02.2019 / Medien / Seite 15

Hybris der US-Justiz

Gericht verurteilt Syrien zu Strafzahlung. Armee soll gezielt Reporterin getötet haben. Ein Journalist widerspricht

Gerrit Hoekman

Ein Gericht in den USA hat Syrien am 30. Januar zu 302,5 Millionen Dollar (264 Milliarden Euro) Schadensersatz verurteilt. Damaskus sei für den Tod der US-Journalistin Marie Colvin verantwortlich. Viele werden sich bestimmt noch an die Frau mit der schwarzen Augenklappe erinnern. Das Geld könnte von den eingefrorenen Auslandskonten der syrischen Regierung konfisziert werden.

Colvin berichtete ab Mitte Februar 2012 für Rupert Murdochs Sunday Times aus der Terroristenhochburg Bab Amr, einem Stadtteil der Millionenmetropole Homs. Nach Ansicht der Richterin Amy Berman gelang es den syrischen Geheimdiensten (Muchabarat), den Standort der Journalistin zu orten. Am 22. Februar 2012 habe die Artillerie genau dieses Gebäude unter Beschuss genommen, »skrupellos«, wie die Richterin anmerkte. Die 56 Jahre alte Colvin und der 28jährige französische Fotograf Remi Ochlik starben bei dem Angriff.

»Höchste Vertreter der syrischen Regierung haben den Artillerieangriff auf ...

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