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05.02.2019 / Feuilleton / Seite 10

Es muss gut sein

Dialektisches Theater in Reinkultur: Zum Tod der großen Schauspielerin Ursula Karusseit

F.-B. Habel

»Für mich steht die Frage, ob die Diktatur des Proletariats oder die Diktatur des Geldes schlimmer ist. Zu vermuten ist, die Diktatur des Geldes ist schlimmer. Sie drückt so niederschmetternd auf die menschlichen Beziehungen. Man spricht nur noch über Geld«, sagt Ursula Karusseit in ihrem 2009 erschienenen Buch »Wege übers Land und durch die Zeiten«. Sie gehörte zu den Großen, wurde gefeiert auf den Bühnen der DDR und im Ausland. Als die DDR unterging, war sie 51, und es wurde ihr wie vielen Kollegen nicht leicht, künstlerisch wieder Fuß zu fassen, obwohl sie schon vorher im Westen gastiert hatte. Als sie 1986 in Köln als Mutter Courage umjubelt worden war, hatte das ZDF die Inszenierung übernommen.

Noch als Studentin 1961 an der Berliner Volksbühne engagiert, verbrachte sie produktive Jahre am Deutschen Theater unter Benno Besson (mit dem sie 25 Jahre lang verheiratet war) und spielte bemerkenswerte Rollen wie die Elsa in »Der Drache«. Doch der endgül...

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