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05.02.2019 / Ausland / Seite 6

Verletzte Souveränität

US-Präsident will Truppen in den Irak versetzen. Bagdad wehrt ab

Gerrit Hoekman

Die US-Soldatinnen und -Soldaten, die in Syrien stationiert sind, kehren nicht in die USA zurück. US-Präsident Donald Trump teilte am Sonntag in einem Interview mit dem TV-Sender CBS mit, dass diese nun in den Irak verlegt werden sollen. Die irakische Regierung wies das Ansinnen ruppig zurück.

»Überstrapaziert den Irak nicht mit euren eigenen Angelegenheiten«, rief der irakische Präsident Barham Salih den Amerikanern laut Al-Dschasira bei einer Rede am Montag in Bagdad zu. »Die USA sind eine Supermacht – aber verfolgt nicht eure eigenen politischen Prioritäten. Wir leben hier.« Die Militärpräsenz der Amerikaner im Irak beruht auf einem Abkommen zwischen den beiden Ländern und gilt nur für den Kampf gegen den Terrorismus, womit Salih eindeutig den »Islamischen Staat« (IS) und andere dschihadistische sunnitische Gruppen meint.

Die USA messen aber dem Kampf gegen den Iran im Moment wesentlich größere Bedeutung zu. Donald Trump erklärte unlängst den IS f...

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