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05.02.2019 / Inland / Seite 4

Zschäpe zurück in Sachsen

Haftstrafe wegen NSU-Morden darf »heimatnah« in Chemnitz verbüßt werden. Hier wurde »Kameraden« schon im Untergrund gerne geholfen

Claudia Wangerin

Nach ihrer Verurteilung wegen zehnfachen Mordes, weiterer Anschläge und Mitgliedschaft in der rechtsterroristischen Vereinigung NSU hat Beate Zschäpe erfolgreich eine »heimatnahe Unterbringung« beantragt: Die 44jährige sei am Montag von München in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Chemnitz in Sachsen verlegt worden, teilte deren Leiterin Eike König-Bender mit. Transport und Aufnahme seien »reibungslos« verlaufen.

Zschäpe wohnte zwar vor ihrer Inhaftierung offiziell nicht in Sachsen – die JVA Chemnitz erklärte aber am Montag, sie sei auch für weibliche Gefangene zuständig, die »aufgrund von Bindung nach Thüringen eine heimatnahe Unterbringung beantragt haben«. Grundlage sei eine Verwaltungsvereinbarung zwischen den Freistaaten Sachsen und Thüringen.

Das Oberlandesgericht München hatte Zschäpe im Juli 2018 nach fünf Prozessjahren zu lebenslanger Haft verurteilt. Die gebürtige Thüringerin war 1998 mit den Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in Jena unterget...

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