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05.02.2019 / Ausland / Seite 3

Zurück zu den Wurzeln

Ukrainischer »Rechter Sektor« gespalten. Neofaschistische Gruppen zwischen politischer Integration und Schlägertum

Reinhard Lauterbach

Beim »Euromaidan« vor inzwischen fünf Jahren erregte eine neue Gruppierung Aufsehen: der »Rechte Sektor«. Militant, fanatisch nationalistisch, bewaffnet. Die Truppe war schon in den ersten Tagen der Proteste auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew als Zusammenschluss mehrerer nationalistischer Wehrsportgruppen gegründet worden: »Weißer Hammer«, »Patriot der Ukraine« und wie sie alle hießen. Sie organisierte die paramilitärische Schulung der Demonstranten – und diese ließen sich das gefallen. Sie war in der zweiten Januarhälfte 2014 an der Plünderung von Polizei- und Armeekasernen im Westen der Ukraine beteiligt. Insofern war es nicht nur Großsprecherei, dass Dmitro Jarosch, Chef des Rechten Sektors, in einem am 4. Februar 2014 veröffentlichten Interview des US-Magazins Time dem Janukowitsch-Regime den »bewaffneten Kampf« ansagte. Seine Leute waren entschlossen, und sie hatten auch die Mittel dafür.

Fünf Jahre später macht Jarosch erneut mit mindestens sprach...

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