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04.02.2019 / Inland / Seite 8

»So kann ›Deutschland geht es gut‹ weiter verkauft werden«

Neoliberale Politik als Zahlenspiel: Viele Arbeitslose werden aus Statistiken herausgerechnet. Ein Gespräch mit Jürgen Aust

Markus Bernhardt

Bürgerliche Politiker, Medien und sogenannte Experten werden nicht müde, die angeblich positiven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt zu betonen. Seit Jahren werten Sie die amtlichen Statistiken auf NRW-Landesebene aus und teilen diese Einschätzung nicht. Warum?

Weil neoliberale Politik grundsätzlich nur mit manipulierten Zahlen arbeitet, insbesondere beim Arbeitsmarkt. So kann die Parole »Deutschland geht es gut« weiter verkauft werden. Diese Praxis ist seit Jahren entlarvt. Das hält die neoliberalen Kräfte aber nicht davon ab, Monat für Monat die Öffentlichkeit über das wachsende Ausmaß von Armut und Verelendung zu täuschen. Während die offizielle Berichterstattung der Bundesagentur für Arbeit zuletzt von circa 2,2 Millionen arbeitslosen Menschen in Deutschland ausging, liegt die tatsächliche Arbeitslosigkeit bei weit über vier Millionen Erwerbslosen.

Dieses Schönen der Zahlen sollte doch für jedermann ersichtlich sein. Trotzdem wird die Tickserei nicht b...

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