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04.02.2019 / Ausland / Seite 7

Warschauer Sumpf

Neue Vorwürfe in Finanzaffäre um PiS-nahe Immobilienfirma. Anwalt sagt in Untersuchungsausschuss gegen Regierungspartei aus

Reinhard Lauterbach, Poznan

Der Druck auf die polnische Regierungspartei »Recht und Gerechtigkeit« (PiS) wächst. Am vergangenen Donnerstag wurde im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Reprivatisierungen von Immobilien in Warschau der Fachanwalt Robert Nowaczyk vernommen. Er sagte aus, der städtische Beamte Jakub Rudnicki, der wegen des Vorwurfs der Korruption angeklagt wurde, sei in Wahrheit ein Strohmann der PiS-nahen Immobilienfirma »Srebrna« gewesen. Der Geheimdienst der ersten PiS-Regierung zwischen 2005 und 2007 habe ihn auf diesen Posten gebracht, damit er die 16 Ansprüche von Alteigentümern auf das dieser Firma gehörende Grundstück an der Warschauer Silbergasse vom Tisch bekomme. Rudnicki habe ihn, ­Nowaczyk, aufgefordert, diese Ansprüche zu einem Bruchteil ihres Nominalwerts aufzukaufen. Im Gegenzug werde die Staatsanwaltschaft hinsichtlich der Rolle, die Nowaczyk selbst in diesem Geschäft spiele, die Augen zudrücken.

Nowaczyk ist als Zeuge sicher nicht über jede...

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