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04.02.2019 / Inland / Seite 5

Mittellos herumgeschickt

»Hartz IV im Supermarkt« hat Tücken: Vorschüsse nur bei wenigen Handelsketten, die mancherorts gar keine Filialen haben

Susan Bonath

Wer Arbeitslosengeld II gemäß Hartz-IV-Gesetz bezieht, hat in aller Regel nichts mehr. 150 Euro pro Lebensjahr dürfen Betroffene als »Vermögen« behalten, einschließlich privater Altersvorsorge. Den Rest müssen sie im wahrsten Wortsinn auf Sozialhilfeniveau aufessen, um überhaupt Hilfe zu erhalten. So verfügen die meisten über keinerlei Rücklagen. Da kann es bei einem Regelsatz von 424 Euro bereits zum Monatsende eng werden. Doch was ist, wenn sich die Bearbeitung eines Antrags über viele Wochen hinzieht und Geld zum blanken Überleben fehlt? Dann können Jobcenter Vorschüsse gewähren. Zahlstellen im Amt sind jedoch Geschichte, auch die Kassenautomaten sind verschwunden. Seit Januar erhalten Betroffene nur noch Scheine mit einem Barcode. Den müssen sie an einer Supermarktkasse einlösen. Doch das System hat Tücken.

Denn Bargeld erhält man damit nur bei den Ketten Real, Rewe, Penny, Rossmann und »DM« sowie dem Buchhändler Ludwig. Auf dem Land, wo der öffentlic...

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