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02.02.2019 / Feuilleton / Seite 10

Jedes Ortsschild schreit »Bankrott«

In Clint Eastwoods »The Mule« erfindet sich ein knapp 90jähriger Blumenzüchter als Drogenhändler neu

Peer Schmitt

Ein Blumenbeet aus der Froschperspektive, Lilien im Tal. Es ist dieser demütige Blick aufs Blumenbeet, der »The Mule«, den nunmehr 37. Spielfilm von Clint Eastwood als Regisseur, eröffnet. Und der ihn, soviel darf verraten werden, auch beschließt.

Es führt kein Weg daran vorbei. Irgendwann ist es für jeden an der Zeit, sich die Blumen von unten anzuschauen. Bis es soweit ist, kann man aber selbst als Greis noch ein wenig die Puppen tanzen lassen. Das geschieht dann in »The Mule«, einem Film über einen auf die 90 zugehenden Blumenzüchter, der sich auf seine sehr alten Tage als recht erfolgreicher Drogenkurier (engl. ­»mule« – wörtl. »Maulesel«) für ein mexikanisches Drogenkartell neu erfindet. Bevor er letztlich doch geschnappt wird.

Unglaublicherweise beruht sogar diese abstruse Geschichte auf Tatsachen. Vorlage für das Drehbuch war der Artikel »The Sinaloa Cartel’s 90-Year-Old Drug Mule« von Sam Dolnick im New York Times Magazine, Juni 2014 (Artikel-Länge: 6347 Zeichen

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