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02.02.2019 / Ausland / Seite 7

Aus dem Hut gezaubert

In Libanon stellt Premierminister Saad Hariri sein neues Kabinett vor. Hisbollah daran beteiligt

Gerrit Hoekman

Mehr als acht Monate hat es gedauert, doch nun hat der Libanon eine neue Regierung. Das hat der designierte Premierminister Saad Hariri am Donnerstag in Beirut gegenüber der Presse mitgeteilt, wie die libanesische Tageszeitung An-Nahar berichtete. Im künftigen Kabinett sind die wichtigsten Parteien vertreten, auch die schiitische Hisbollah.

»Es war eine schwierige Zeit, besonders nach den Wahlen«, sagte der vom Westen unterstützte Hariri laut dem Sender Al-Dschasira. Aus der Stimmabgabe vom 6. Mai waren die Hisbollah und ihr nahestehende Parteien gestärkt hervorgegangen. Sie gewannen 70 der 128 Sitze im Parlament. Deshalb gilt der syrische Präsident Baschar Al-Assad ebenfalls als Gewinner. Bekanntlich wird er von der Hisbollah im Kampf gegen die sunnitischen Islamisten unterstützt.

Den Premierminister können die Schiiten trotz ihres Erfolges nicht stellen. Denn das Amt ist nach dem Proporzsystem einem sunnitischen Muslim vorbehalten. Der Staatspräsident i...

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