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04.02.2003 / Inland / Seite 5

Anfang von Schröders Ende?

Hessen-Wahl: Kochs Triumph weckt Erinnerungen an die bundespolitische Entwicklung Anfang der 80er

Hans-Gerd Öfinger

»Wenn es heute nacht keine innerparteiliche Rebellion gibt, kann die SPD das Projekt 18 angehen«, so kommentierte der Wiesbadener SPD-Stadtverordnete und Sozialpolitiker Daniel Krämer am Wahlabend das Desaster seiner Partei, die »nicht mehr für die kleinen Leute« da sei. Während auf der anderen Seite des Schloßplatzes CDU-Ministerpräsident Roland Koch im Landtag bis zum späten Sonntag abend Interviews am laufenden Band gab und den Wahltag als Beginn einer »neuen Ära« darstellte, versuchte im Rathaus der Landeshauptstadt die Basis von SPD und Grünen, das Ausmaß und die Folgen dieser Wahl zu erfassen.

Es war eine Wahl der Superlative: Die schlechteste Wahlbeteiligung, der höchste CDU-Anteil und das mit Abstand schlechteste SPD-Ergebnis aller hessischen Landtagswahlen seit 1946. Die SPD, die im einstmals »roten« Hessen der 60er Jahre mit absoluten Mehrheiten regierte, sackte gnadenlos auf 29,1 Prozent ab.

Von den 55 Wahlkreisen im Lande konnte die SPD ...



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