Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Freitag, 24. Mai 2019, Nr. 119
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29.01.2019 / Feuilleton / Seite 14

Pünktlich am Galgen

Rafik Will

Kurz nach dem Zerfall der Sowjetunion, rief der US-amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama das »Ende der Geschichte« aus. Auf diese These bezieht sich Theaterautor Thomas Köck in seinem 2014 uraufgeführten Stück »Jenseits von Fukuyama« (WDR 2019; Teile 2 und 3/3 Di. und Mi., jeweils um 19 Uhr, WDR 3), das Martin Heindel für den Rundfunk adaptiert hat. Die Handlung spielt in einem Glücksforschungsinstitut während eines politischen Umsturzes – begehrtester Aufenthaltsort ist der Panikraum. Auf einer abstrakteren Ebene geht es um die Bedeutung der jüngsten Jahrzehnte in der Weltgeschichte.

In der gerade zu Ende gehenden Dekade scheint die einst so heiß geliebte Freiheit des Menschen ihren Stellenwert verloren zu haben. Sicherheit ist vielen deutlich wichtiger, und sei es nur gefühlte. In stinknormalen Supermärkten und Drogerien stehen mittlerweile reihenweise navyblau oder schwarz gekleidete Securityleute. Sie profitieren allerdings in den selt...

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