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29.01.2019 / Titel / Seite 1

OP am offenen Herzen

Regierung stellt Werbekampagne gegen Pflegenotstand vor. Gewerkschaften und Sozialverbände haben Zweifel

Simon Zeise

Alte und kranke Menschen zu pflegen ist anstrengend und wird mies bezahlt. Deshalb sind bundesweit mindestens 36.000 Stellen unbesetzt, wie die Bundesregierung selbst im April 2018 einräumen musste.

Am Montag traten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vor die Presse, um im Rahmen ihrer »konzertierten Aktion Pflege« Besserung zu geloben. Demnach soll die Zahl der Azubis und ausbildenden Einrichtungen bis 2023 im bundesweiten Schnitt um zehn Prozent steigen, sagte Giffey. Geschaffen werden sollten unter anderem 5.000 Weiterbildungsplätze. Marketinggerecht wurden 111 Maßnahmen festgehalten, darunter auch eine Werbekampagne für den Pflegeberuf. »Um mehr Pflegekräfte zu gewinnen, müssen wir sie besser bezahlen und ihre Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verbessern«, stellte Spahn fest.

Die Gewerkschaften begrüßten das Vorhaben als ersten Schritt in die richtige Richtung. Verdi...

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