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25.01.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wohlfeile EU-Bürgerschaft

Keine »tieferen Bindungen«: Brüssel kritisiert schwungvollen Handel mit Pässen und Visa in Mitgliedsstaaten. Begünstigte oft Oligarchen

Reinhard Lauterbach

Wer die Webseiten russischer Wirtschaftsportale besucht, kann die eingeblendeten Anzeigen nicht übersehen: »Aufenthaltsgenehmigung für Tschechien, nur 300 Euro!« Land und Summe können wechseln, aber das Phänomen ist derart verbreitet, dass die EU-Kommission offenbar ernsthaft besorgt ist. Wie aus einem am Mittwoch von Brüssel veröffentlichten Bericht hervorgeht, kann man in 20 der Mitgliedsstaaten mit »Investitionen« eine Daueraufenthaltsgenehmigung erwirken. Zypern, Malta und Bulgarien offerieren gegen entsprechende Zahlungen sogar die Staatsbürgerschaft. Aufenthaltstitel verschachern aber nicht nur notorisch kapitalschwache Mitgliedsstaaten an der südlichen und östlichen Peripherie. Auch das wohlhabende Großherzogtum Luxemburg mischt mit. Dort ist es freilich etwas teurer: Die Staatsbürgerschaft gibt es nicht zu kaufen, und ein Dauervisum kostet hier fünf Millionen Euro. An Armutsmigranten wendet sich dieses Angebot also nicht.

Ein bulgarischer Pass ist...

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