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24.01.2019 / Ausland / Seite 7

Pogrom in Ibarra

Hetzjagden auf venezolanische Einwanderer in Ecuador. Präsident lenkt mit Rassismus von Gewalt gegen Frauen ab

Ainarú Añez, Caracas

In der Stadt Ibarra im Norden Ecuadors ist es in den vergangenen Tagen zu Hetzjagden auf Einwanderer aus Venezuela gekommen. Auch Frauen mit kleinen Kindern wurden angegriffen, Wohnungen von Migranten attackiert, Habseligkeiten der Bewohner auf die Straße geworfen und verbrannt. Mehrere Menschen sollen ermordet worden sein. Die venezolanische Regierung stellte Flugzeuge zur Verfügung, um Staatsbürger in die Heimat zurückzuholen.

Auslöser für die Pogrome war der Mord an einer 22jährigen. Die im vierten Monat schwangere Frau wurde am vergangenen Samstag auf offener Straße von ihrem Partner, einem venezolanischen Staatsbürger, niedergestochen. Berichten zufolge wurden Polizisten Zeugen der Tat, griffen jedoch nicht ein und leisteten dem Opfer keine Hilfe.

In dieser Situation erklärte Ecuadors Staatschef Lenín Moreno per Twitter: »Ecuador ist und bleibt ein Land des Friedens. Ich werde nicht zulassen, dass irgendein Antisozialer ihn stört.« Als Sofortmaßnahme...

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