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19.01.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

»Letztlich profitieren nur wenige große Konzerne«

Demo »Wir haben es satt!« richtet sich gegen Subventionen für Großbetriebe, Massentierhaltung und den Einsatz von Pestiziden. Gespräch mit Phillip Brändle

Steffen Stierle

Für nichts gibt die EU soviel Geld aus wie für die Gemeinsame Agrarpolitik, GAP. Sie haben trotzdem viel Kritik. Warum?

In der Tat fließt enorm viel Geld in die Landwirtschaft, doch der Großteil der Mittel wird unqualifiziert pro Hektar ausgeschüttet. Im Ergebnis gehen 80 Prozent der Subventionen an nur 20 Prozent der Betriebe. Das ist ungerecht und trägt erheblich dazu bei, dass immer mehr kleine Betriebe schließen müssen. Doch gerade diese stellen im ländlichen Raum viele Arbeitsplätze, weil eine Weiterverarbeitung der Agrarprodukte, etwa in Form einer Bäckerei, einer Mühle oder eines Schlachters, daran gekoppelt ist. Die schlechte Verteilung der GAP-Fördermittel schadet daher dem ländlichen Raum.

Hinzu kommt die ökologische Komponente. Zu Recht wird an uns Landwirte der Wunsch nach mehr Klimaschutz, artgerechter Tierhaltung usw. herangetragen. Das sind auch unsere Ziele, denn wir sind die ersten, die der Klimawandel trifft. Aber von der Politik werden ...

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