Gegründet 1947 Freitag, 26. April 2019, Nr. 97
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16.01.2019 / Thema / Seite 12

Eine deutsche Revolution

Viel Innerlichkeit und Mystizismus, eine Chronologie der Verzagtheit und eine Abrechnung mit der SPD. Alfred Döblins vierteiliges Epos »November 1918« wiedergelesen

Lukas Holfeld

»Träumt also Kolportage immer, so träumt sie doch letzthin Revolution.« (Ernst Bloch)

Die Erinnerung an die Novemberrevolution vor hundert Jahren findet vor allem in Kulturinstitutionen statt. So rief das Land Berlin einen »Themenwinter« aus, der von den »Kulturprojekten Berlin« getragen und noch bis März vor allem in Theatern, Kunstgalerien und auf Kleinbühnen abgehalten wird. Es ist also kein Wunder, wenn im Rahmen der Jubiläumsaktivitäten nach früheren künstlerischen Verarbeitungsformen der Novemberrevolution gesucht wurde. Und dies durchaus zu Recht, nahmen doch am Revolutionsgeschehen auch Künstler und Intellektuelle teil. Dabei handelt es sich um große Namen, wobei mitunter kaum bekannt ist, dass ihr Werk maßgeblich durch die Erfahrung der Revolution geprägt worden ist. So etwa bei Alfred Döblin, der sich im Ersten Weltkrieg politisierte, im Zuge der Novemberrevolution der USPD anschloss und in der Weimarer Republik zur linken, antifaschistischen In...

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