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16.01.2019 / Feuilleton / Seite 11

Wie die Arbeiter lächeln

Mit dem Begriff ging das Bewusstsein verloren: Die Mannheimer Ausstellung »Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie«

Reinhard Lauterbach

Der Titel trifft es nicht ganz. »Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie« heißt die Ausstellung. Aber Ökonomie, die der Sklavenhaltergesellschaft, zeigen schon altägyptische Grabgemälde, und in der europäischen Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts sind Bilder geldzählender Kaufleute Legion. Was in der Kunsthalle Mannheim auf breiter Grundlage gezeigt wird, ist Kunst, die sich an der technischen und sozialen Realität seit Mitte des 20. Jahrhunderts abarbeitet. In einem zweiten, deutlich kleineren Teil der Schau im ersten Stock werden zeitgenössische Arbeiten zu den Themen Arbeit und Globalisierung präsentiert, dazu später. Der Hauptteil im Erdgeschoss betrifft die Epoche von 1918 bis 1939 und konfrontiert etwa 200 deutsche, sowjetische und US-amerikanische Werke vom Ölbild bis zur Fotomontage.

All diese Arbeiten sind gegenständlich. Viele der deutschen und einige der sowjetischen teilen die kritische Einstellung zum Kapitalismus. Otto Dix’ »Streichholzhä...

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