Gegründet 1947 Dienstag, 16. Juli 2019, Nr. 162
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15.01.2019 / Feuilleton / Seite 14

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht

Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto

»Wer schreibt unsere Geschichte? Wie können wir sicherstellen, dass unsere Erlebnisse, unsere Traditionen, unser Leid durch unsere eigenen Zeugnisse und nicht nur aus der menschenverachtenden Perspektive der Nazis überliefert werden?« Es waren solche existentiellen Fragen während des Naziterrors, die den Historiker Emanuel Ringelblum und seine rund 60 Mitstreiter während des Zweiten Weltkriegs über Jahre hinweg ein Geheimarchiv im Warschauer Ghetto betreiben ließen. Unter dem Tarnnamen »Oneg Schabbat« (»Freude am Sabbat«) sammelten und vergruben die Mitglieder der geheimen Vereinigung Fotos, Tagebücher, Verordnunge...

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