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15.01.2019 / Ausland / Seite 6

Unbequeme Wahrheiten

Grußwort von FARC-Comandante Iván Márquez bei Rosa-Luxemburg-Konferenz: Kolumbiens Regierung dementiert Vorwürfe

André Scheer

Es waren gut zwölf Minuten in einem insgesamt neunstündigen Programm: Das Grußwort, das Iván Márquez am Sonnabend an die Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin gerichtet hat, sorgte in Kolumbien für großes Aufsehen. Márquez war zwischen 2012 und 2016 Chefunterhändler der damals bewaffnet kämpfenden FARC-Guerilla bei den Friedensverhandlungen in Havanna. In seinem Statement – nach einer Würdigung des Kampfes von Rosa Luxemburg – zog er eine »niederschmetternde« Bilanz der Umsetzung des Ende 2016 zwischen den FARC und der kolumbianischen Regierung unterzeichneten Abkommens. Mehr als 400 soziale Führungspersönlichkeiten des Landes und mindestens 85 Guerilleros seien seither ermordet worden. »Das Abkommen verfolgte das Ziel, die Sprache der Waffen aus der Politik zu verbannen, doch die Waffen werden weiter eingesetzt, um die Oppositionellen physisch auszurotten.«

Im vergangenen April hatte Márquez erklärt, den ihm nach dem Friedensvertrag zustehenden Sitz im k...

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