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15.01.2019 / Feuilleton / Seite 10

Fake News

Helmut Höge

Diejenigen, die sich am lautesten über Fake News von Laien im Internet beschweren, sind die professionellen Fake-Journalisten in den Kapitalmedien. Unsere kleine Publizistentruppe hat sich nie beschwert, wir waren immer aufgeschlossen für alle Fakes. Anders als die Profis haben wir unsere Texte jedoch nicht aus Geldgier und Angeberei (wie Tom Kummer beim SZ-Magazin und jetzt Claas Relotius beim Spiegel) gefakt, sondern im Gegenteil aus Armut und Zurückhaltung: Ein Interview mit Woody Allen z. B., weil wir uns das Flugticket nach New York nicht leisten konnten, ein Interview mit Inge Viett, um die Untergetauchte nicht zu gefährden, einen langen Text von Bundespräsident Richard von Weizsäcker, weil er ungefakt zu blöd gewesen wäre, usw. Wir haben uns bei den Fakes Mühe gegeben, es ging uns darum, die Wahrheit zu halluzinieren – und tatsächlich konnten wir elfmal Bingo rufen, den Hauptverdienst daran hatte März-Verleger Jörg Schröder, der im Vogelsberg unser...

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