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10.01.2019 / Inland / Seite 5

Spahn verschärft Mangel

Fachleute beklagen Tausende fehlende Psychotherapeuten in Deutschland. Gesetzentwurf des Gesundheitsministers beschränkt Einstieg in Beruf

Ralf Wurzbacher

Dieser Bundesgesundheitsminister scheut keine steilen Thesen. »Mehr Psychotherapeuten schaffen mehr Nachfrage«, meint Jens Spahn (CDU) und will das durch eine Studie der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Baden-Württemberg bewiesen wissen. Die allerdings kennt jene fragliche Expertise nicht und stellte Mitte Dezember gegenüber dem ZDF klar: »Dass sich die Nachfrage nach Psychotherapie durch ein höheres Angebot erhöht, bestreiten wir.« Noch deutlicher wurde der Augsburger Gesundheitsökonom Robert Nuscheler, für den die Berechnung »überhaupt keinen Sinn« ergebe.

Für Spahn schon, denn beim Hausieren für die eigene Politik muss die Wahrheit offenbar auch mal hinten anstehen. Zu der gehört, dass bundesweit ein erheblicher Mangel an Psychotherapeuten besteht. Als Folge einer veralteten Bedarfsplanung aus dem Jahr 1999 fehlen laut Bundespsychotherapeutenkammer (BPTK) inzwischen rund 7.000 von den gesetzlichen Krankenkassen zugelassene Fachkräfte. Mediziner verzei...

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