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09.01.2019 / Antifa / Seite 15

Opfermythenpflege in Fulda

Neonazipartei »Der III. Weg« will alliierte Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg anprangern und gibt sich antiimperialistisch

Die neofaschistische Kleinpartei »Der III. Weg« mobilisiert bundesweit für einen Fackelmarsch am 16. Februar im hessischen Fulda. Das Motto des »zentralen Gedenktags für die Bombenopfer« lautet allerdings »Ein Licht für Dresden«. Der alliierte Luftangriff auf die sächsische Stadt am 13. Februar 1945 wird im Aufruftext zum zentralen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs stilisiert.

Der »Trauerzug« der »nationalen Bewegung« solle aber nicht nur der Opfer in Dresden, »sondern auch derer in anderen Städten gedenken, die Opfer der imperialistischen Kriegsgreuel wurden«, heißt es darin. Zum Beispiel in Fulda. Dann wird eine unhaltbare Parallele zwischen dem expansiven Nazireich und Ländern des Nahen und Mittleren Ostens gezogen, in denen heute Zivilisten durch Bomben oder Drohnen der »westlichen Wertegemeinschaft«...

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