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09.01.2019 / Inland / Seite 2

»Bild hat gezielt falsch berichtet«

Boulevardblatt will im Fall Alassa M. mit Diffamierung und Kriminalisierung ein Exempel statuieren. Gespräch mit Frank Stierlin

Kristian Stemmler

Ihre Kanzlei vertritt den Kameruner Alassa M., dessen Fall Bild unter der Überschrift »Unfassbar« skandalisiert hat. Gibt es da eine Verbindung zu seiner Rolle bei den Protesten in der Asylunterkunft im baden-württembergischen Ellwangen im Mai 2018?

Ja. Unser Mandant war anerkannter Sprecher der Flüchtlinge in der Landeserstaufnahmeeinrichtung Ellwangen, LEA – einer früheren, isoliert gelegenen Kaserne. Er war Hauptorganisator der Pressekonferenz am 9. Mai 2018 sowie der Demonstration in Ellwangen, in der die Bewohnerinnen und Bewohner der LEA unter der Losung »Viel wurde über uns geredet – jetzt reden wir!« gegen ihre unwürdige Behandlung, den Abschiebeterror, den brutalen Polizeiangriff vom 3. Mai und ihre rassistische Abstempelung als Kriminelle, »Mob« et cetera durch Bundesinnenminister Horst Seehofer, die baden-württembergische Landesregierung, weitere Politiker und in den bürgerlichen Medien protestierten.

Kurz danach wurde Ihr Mandant abgeschoben.

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