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08.01.2019 / Inland / Seite 5

Wald unterm Hammer

Sägewerksbetreiber wollen gegen System der Holzvermarktung prozessieren. Im Hintergrund agieren Renditejäger

Ralf Wurzbacher

Die Waldbestände gehen weltweit zurück. So sind neben den Regenwäldern auch die riesigen Waldgebiete in den Weiten Sibiriens bedroht, »weil korrupte Beamte und Unternehmer sie als reine Rohstoffreserve betrachten«, wie die Badische Zeitung vergangene Woche berichtete. »Kahlschlag im Märchenwald. Russlands grüne Lunge ist in Gefahr« titelte sie. Und wie üblich schwingt zwischen den Zeilen mit: der böse Russe. Per Gesetz würden sogar Staatswälder unkontrolliert denen überlassen, die sie zum Abholzen gepachtet hätten. »Das ist ein Hohn«, kommt ein Umweltschützer zu Wort, »kommerzielle Firmen werden den Wald nicht pflegen, die gesunden Bäume mit dem besten Holz nicht stehen lassen, keine kranken, dürren Bäume fällen«.

Hierzulande undenkbar? Wie es der Zufall will, macht gerade auch der deutsche Wald von sich reden. In Rheinland-Pfalz wurde zum Jahreswechsel das System der Holzvermarktung neu geordnet. Der Verkauf von Gehölzen – egal ob aus Staats- oder Privat...

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