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05.01.2019 / Feuilleton / Seite 11

Das sprunggewaltige Solo

Düsterer Blick auf eine Kindheit im Sozialismus: Das Biopic »Yuli« über den kubanischen Ballettstar Carlos Acosta

Gisela Sonnenburg

Wenn man einen Film über Kindheit und Jugend eines Ballettstars macht, sollte man sich auf die Kunstform des klassischen Balletts einlassen. Und wenn dieser Film im sozialistischen Kuba spielt, sollte man unbedingt auf dessen hervorragende Balletttradition eingehen. Unverzichtbar ist ein mitreißender junger Hauptdarsteller wie Jamie Bell im Film »Billy Elliot« (2000) über die unwahrscheinliche Ballettkarriere eines englischen Bergarbeiterkindes zu Zeiten der großen Streiks Mitte der 80er. In all diesen Punkten hat »Yuli« der spanischen Regisseurin Icíar Bollaín wenig zu bieten. Zwar verschränkt Bollaín (»El Olivo«, »Und dann der Regen«) die Jugend des kubanischen Startänzers Carlos Acosta mit dessen Gegenwart als Exballerino, der in Kuba eine moderne Tanztruppe gegründet hat. Aber nahe kommt man weder dem Ballett noch Acosta. Eher handelt es sich um einen Familienfilm, der in punktuell rührigen Szenen eine Vater-Sohn-Beziehung beleuchtet.

Der Beginn ist n...

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