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05.01.2019 / Inland / Seite 4

Unter dem Radar

Jahresrückblick 2018. Heute: Im Sommer entstand die gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung im Mittelmeer gerichtete Bewegung Seebrücke

Kristian Stemmler

Flüchtlinge sind nach wie vor ein Lieblingsthema bürgerlicher Medien. Vor allem dann, wenn sie eines Gewaltverbrechens verdächtig sind oder als Belastung fürs Land hingestellt werden können. Die Versuche Geflüchteter, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, und die nach Schätzungen etwa 2.200 Menschen, die dabei 2018 ertranken, blieben in der Berichterstattung deutscher Leitmedien dagegen eher unterbelichtet. Dass die skandalösen Folgen der EU-Abschottungspolitik nicht vergessen wurden, dafür sorgten Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie SOS Méditerranée und die Mitte des Jahres gegründete Bewegung Seebrücke.

Seebrücke verlieh dem Engagement für Flüchtlinge neuen Schwung und setzte Politiker in Bund, Ländern und Kommunen mit vielen kleinen und großen Aktionen und Demonstrationen unter Druck. Dass das Bündnis Ende Juni entstand, war kein Zufall. Am 1. Juni war in Italien die rechte Koalition von Fünf-Sterne-Bewegung und Lega ans Ruder gekommen. Der...

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