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04.01.2019 / Inland / Seite 2

»Uns wurde nie adäquater Ersatz angeboten«

»Coworking-Space« statt Jugendzentrum: »Potse« in Berlin besetzt, nachdem Mietvertrag nicht verlängert wurde. Gespräch mit Jana Selke*

Oliver Rast

In den letzten Tagen wurde mehrfach für den Erhalt von »Drugstore« und »Potse« demonstriert. Die selbstverwalteten Jugendzentren in Berlin-Schöneberg gibt es bereits seit den 1970er Jahren. Was zeichnet diese beiden Treffs aus?

Das »Drugstore« gibt es seit 1972. Damals hatte sich der Verein Sozialpädagogische Sondermaßnahmen Berlin e. V. gegründet, zu dem später noch das Tommy-Weißbecker-Haus und das Projekt in der Mansteinstraße 10 gehören sollten. Die »Potse« besteht seit 1979. Wir arbeiten hier alle ehrenamtlich. Es gibt keine Erzieher oder Sozialarbeiter, die bezahlt Jugendliche bespaßen sollen. Wir machen alles selber: Wenn du also ein Konzert machen willst, eine Politgruppe oder einen Ort für ein Plenum suchst, kannst du einfach zu uns kommen. Das galt für beide Läden. Ansonsten verstehen wir uns als antifaschistischer Freiraum. Wir dulden bei uns weder Sexismus noch Rassismus, Homophobie oder andere Formen von Diskriminierung.

Der Gebäudekompl...

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