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03.01.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Wenn IT über Asyl urteilt

Beitrag zum 35. Chaos Communication Congress in Leipzig legt Softwareeinsatz im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge offen

Marc Bebenroth

Wer würde es sich bieten lassen, dass ein Computer am Ende über die weitere Zukunft des eigenen Lebens entscheidend mitredet? Menschen, die in der Bundesrepublik Asyl beantragen, müssen das bereits heute hinnehmen. Denn das Verwaltungsversagen im Zuge der großen Zahl von Ende 2015 in der Bundesrepublik ankommenden Schutzsuchenden führte beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) dazu, die Verfahren auf Effizienz zu trimmen – auch mit Hilfe von Software.

Der damals zuständige Behördenleiter Frank-Jürgen Weise hatte bei der »Optimierung« der Bundesagentur für Arbeit entsprechende Erfahrungen gesammelt und holte schließlich externe Berater ins BAMF. Das Ziel, möglichst viele Asylsuchende abzuweisen, ist bis heute geblieben. Nur stützen sich Entscheidungen zunehmend auf von Computerprogrammen erstellten Analysen, wie eine Journalistin am vergangenen Freitag auf dem 35. Chaos Communication Congress in Leipzig berichtete.

Ihren Vortrag hielt Anna Bisel...

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