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29.12.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Endzeitstimmung auf Urk

»Brexit« droht niederländische Fischerei hart zu treffen. Konkurrenz unter Nordsee-Anrainern verschärft

Gerrit Hoekman

Das niederländische Städtchen Urk am Ijsselmeer lebt seit Menschengedenken vom Fischfang. Hier findet die größte Auktion für Plattfisch in ganz Europa statt. Doch damit ist es vielleicht bald vorbei. Der »Brexit« könnte in der Region bis zu 2.000 Arbeitsplätze kosten. Das geht aus einer Analyse der Provinz Flevoland hervor, zu der Urk gehört.

Der Grund: Verlässt Großbritannien die Europäische Union (EU) ohne Abkommen, dürfen die Niederländer ihre Netze wahrscheinlich nicht mehr vor der britischen Küste auswerfen. Ein herber Verlust, denn 60 Prozent des gesamten niederländischen Fangs stammen von dort – und niemand weiß im Moment, wie die Menge kompensiert werden kann. In nackten Zahlen bedeutet das: Von den 60 Fischereibetrieben in der Region würde höchstens die Hälfte überleben, die im Urker Hafen liegende Flotte würde nur noch 25 Schiffe umfassen, wo es heute 103 sind. Das berichtete die Lokalzeitung De Stentor vergangene Woche.

»Fische halten sich nich...

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