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29.12.2018 / Inland / Seite 8

»Verantwortliche Akteure benennen«

CSU und AfD Hand in Hand: Rassismus beider Parteien prägte bayerischen Landtagswahlkampf. Ein Gespräch mit Anton Tanner

Sebastian Lipp

Sie haben in Ihrer antirassistischen Kampagne während des bayerischen Landtagswahlkampfs im Oktober wiederholt auf »ein anderes Bayern« Bezug genommen. Was meinen Sie damit?

Die CSU hat in Bayern seit Jahrzehnten eine politische Vormachtstellung. Die nutzt die Partei häufig für rechtspopulistische Vorstöße im Bund, etwa zur Verschärfung der Migrationspolitik. Auch während des Landtagswahlkampfs und zuvor haben führende Köpfe der Partei immer wieder lautstark mit rassistischen Äußerungen Stimmung gemacht. Mit den gleichen Mitteln drängt auch die AfD in die Öffentlichkeit – und zog in den bayerischen Landtag ein. Wir haben uns mit unserer Kampagne gegen den Rassismus beider Parteien positioniert und dabei aufgezeigt, dass viele Menschen in Bayern damit überhaupt nicht einverstanden sind.

Wirklich? Die Wahlergebnisse lassen anderes vermuten.

Wir waren einige Male selbst überrascht davon, wie viele Menschen sich unseren Kundgebungen angeschlossen haben, auch ...

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