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28.12.2018 / Sport / Seite 16

Größenwahn, vierte Liga

Berliner Regionalligist Viktoria 1889 schwärmte von Investor – Folgen sind verheerend

Alina Schwermer

Sie waren sehr laut, und das war wahrscheinlich der erste Fehler. Im Frühsommer verkündete der Fußballviertligist FC Viktoria 1889 Berlin einen vermeintlichen Riesendeal mit dem chinesischen Investor Advantage Sports Union (ASU). »Mit Leipzig und Hoffenheim hat man an zwei guten Beispielen gesehen, was möglich ist«, sagte der zweite Vereinsvorsitzende Harald Sielaff, erklärte Deutschlands größte Investorenklubs zu Vorbildern, und die halbe Republik schrieb mit. Das neue Red Bull in Berlin. Ein Regionalligist im Größenwahn. Das Engagement ziele »nicht darauf ab, dauerhaft dritte Liga zu spielen«, sagte Geschäftsführer Felix Sommer nach einer Saison, die auf Tabellenplatz 13 der Regionalliga Nordost beendet worden war. Viktoria 89 wollte rauf in den Profifußball, dritte Kraft werden neben Hertha und Union. Der Hype war groß, nach einem halben Jahr ist nicht viel davon übrig: Am 13. Dezember hat Viktoria beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz angemeldet.

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