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28.12.2018 / Thema / Seite 12

Der Friede, der keiner war

Der Dreißigjährige Krieg (Teil 4 und Schluss). Die Verträge von Münster und Osnabrück standen lange Zeit nach 1648 in hohem Ansehen, wurden im 19. Jahrhundert verächtlich gemacht und werden heutzutage als modern gefeiert. Zum Westfälischen Frieden

Daniel Bratanovic

Ich mache mir Gedanken, daß Deutschland ­immerdar,

Es tobe, wer da wolle, wird bleiben, was es war

Friedrich von Logau

Auf den Westfälischen Frieden von 1648 folgten, anders als verhießen: Kriege über Kriege. Die Verträge von Münster und Osnabrück hatten die militärische Konfrontation nicht geächtet, die Erbfolgekriege und die merkantilistischen Handelskriege sollten die gesamte zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts prägen. Der Friedensschluss bedeutete eben keine tiefe Zäsur, weder für die politischen Verhältnisse in Europa noch für die Verfassung im Heiligen Römischen Reich.

Verhandlungsergebnisse

Nach dem Verständnis der Gesandten und Unterhändler, die da um die Bestimmungen des Kriegsendes feilschten und im Hintergrund selbstredend auch ihre Verhandlungspartner bestachen, wurde keine Reform, schon gar nichts Grundstürzendes beschlossen, sondern mit dem traditionellen Begriffsrepertoire die alte Ordnung restauriert. Die Einigung auf ein »Normaljahr« mit d...

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