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28.12.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kampf um »Nord Stream 2«

Jahresrückblick 2018: Washington will die Ostseegasleitung aus Eigeninteresse stoppen. Berlin hält dagegen. Ausgang ungewiss

Reinhard Lauterbach

Technisch geht es mit »Nord Stream« 2 voran. Inzwischen sind bereits etwa 300 Kilometer der zweiten Ostseepipeline zwischen Russland und der Bundesrepublik verlegt. Die Betreiber wollen offenkundig demonstrieren, dass sie die ihnen erteilten Genehmigungen nutzen und die Gasleitung bauen wollen. Das ist ihr gutes Recht. Und ein Rückzug würde um so kostspieliger, je weiter das Vorhaben schon vorangeschritten ist.

Das alles schert Washington wenig. Trotz der geschaffenen Fakten geben die USA ihre Versuche, das Projekt doch noch zum Scheitern zu bringen, nicht auf. Kurz vor Weihnachten hat der Senat eine Resolution verabschiedet, die die Bundesregierung im Namen der Rücksicht auf andere EU-Staaten auffordert, »Nord Stream« 2 zu beenden. Das hohe Haus der 100 einflussreichen Territorialfürsten tut einfach so, als ginge es die Sache irgend etwas an.

»Hilferufe« aus Osteuropa

Die Senatoren berufen sich gerne auf die Hilferufe aus Polen, den baltischen Staaten un...

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