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27.12.2018 / Feuilleton / Seite 11

Landstraße mit Abgrund

Drum hupe, wer es eilig hat: Jafar Panahis neuer Film »Drei Gesichter«

André Weikard

»Nein, ich drehe keinen Film, Mama«, sagt Behnaz Jafari am Telefon. »Wenn ich einen drehe, erfährt du es als erstes.« Was für die Schauspielerin im Film »Drei Gesichter« zutrifft – sie dreht nicht, sondern fährt mit dem Regisseur Jafar Panahi in die Berge –, ist für ihn eine Gewohnheitslüge. Der iranische Filmemacher Jafar Panahi ist seit Jahren mit einem Berufsverbot belegt. Die Filme, die er trotzdem macht, heimlich und praktisch ohne Budget, schmuggelt er außer Landes, wo sie regelmäßig auf Festivals gefeiert werden. So war’s mit »Das ist kein Film« (2011) und mit »Taxi Teheran« (2014).

Immer geht es dabei um die Produktionsbedingungen, »Drei Gesichter« ist keine Ausnahme. Die Handlung: Panahi, wie in »Taxi Teheran« die meiste Zeit am Lenkrad, bringt eine befreundete Schauspielerin, eben jene Behnaz Jafari, in den iranischen Nordwesten. Ein Mädchen hat sie per Videobotschaft angefleht, zu kommen, um sie zu retten. Sie dürfe keine Filme machen, solle st...

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